Tagebuchnotizen

Ihr Lieben,

meine Tagebuchnotizen, die ich auf diesem Blog DER AUFSCHREI regelmäßig veröffentlichen möchte, haben den Sinn und Zweck, Euch ein wenig daran teilhaben zu lassen, wie es mit meinen Büchern vorwärtsgeht.

Deshalb werde ich zum einen die Tagebuchnotizen, die sich mit meinem Buch DAS ESELSKIND befassen, von dem Blog DAS ESELSKIND übernehmen und zu meinen drei anderen, in Planung befindlichen Büchern neue Tagebuchnotizen schreiben.

Aber auch das Blog DER AUFSCHREI will wie das Blog DAS ESELSKIND mithelfen, Kinder und Jugendliche stark zu machen, damit sie anderen Menschen offen und ohne Angst ins Gesicht sehen können und NEIN sagen können, wenn Menschen mit ihnen etwas machen wollen, das sie nicht wollen.

Deshalb werdet Ihr auf diesem Blog DER AUFSCHREI ebenso wie auf dem Blog DAS ESELSKIND regelmäßig neue Geschichten finden, mit dem Unterschied, dass sich die Geschichten auf dem Blog DER AUFSCHREI vorangig mit solchen Geschichten beschäftigen, die dem Ziel, Kinder stark zu machen, dienen. Das bedeutet aber nicht, dass diese Geschichte nicht auch uns Erwachsenen etwas zu sagen haben.

Euer fröhlicher Werner

Montag, 24. März 2014

Ich wünsche Euch ein Herz voll Fröhlichkeit!

Quelle: Helmut Mühlbacher

"ICH WÜNSCHE DIR DEN MUT DER MORGENSONNE,
DIE ÜBER DEM MIST DER WELT DENNOCH TAG FÜR TAG AUFGEHT."
PHIL Bosmans
Morgensonne
Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben, was ich Euch heute dringend ans Herz legen möchte,
ist, eine DENNOCH-Haltung zu entwickeln.

Sollten die Menschen, denen Ihr heute begegnet, zu Euch unfreundlich sein, 
dann seid doch bitte DENNOCH freundlich zu ihnen.

Ist heute jemand der Meinung, Ihr schafft dieses oder jenes ohnehin nicht, dann lasst Euch nicht entmutigen, sondern sagt Euch: ich traue es mir DENNOCH zu.

Wenn Eure Kinder, Eure Partner, Eure Mitmenschen heute lieblos zu Euch sind, 
dann begegnet bitte diesen Menschen DENNOCH mit LIEBE.

Wichtig ist, dass wir nicht immer nur reagieren auf das, was ein Anderer tut, 
sondern dass wir selbst DENNOCH anders handeln.

Ich habe manchmal das Gefühl, dass viele Menschen nach dem Motto handeln:

"Ich gehe nicht auf Rolfs Beerdigung, er kommt ja auch nicht zu meiner!".

Zugegeben, das ist ein sehr krasses Beispiel, aber es verdeutlicht, worum es geht:
Es geht darum,
dass wir entscheiden, dass wir handeln wollen,
dass wir entscheiden, dass wir lieben wollen.

Deshalb zum Abschluss ein weiteres Wort, das in seiner Klarheit kaum zu überbieten ist:
"WER SICH VORNIMMT, GUTES ZU TUN, DARF NICHT ERWARTEN, DASS DIE MENSCHEN IHM DESWEGEN DIE STEINE AUS DEM WEG RÄUMEN."
ALBERT SCHWEITZER
Albert Schweitzer
www.badische-zeitung.de

Ihr Lieben, 
ich wünsche Euch heute, dass Ihr allen Widerständen zum Trotz den Mut zur Liebe, zum Lächeln, zur Freundlichkeit findet.
Ich wünsche Euch allen einen ganzen Güterzug voll Freude, einen Lkw voll Freundlichkeit, viel Sonne im Herzen, ein strahlendes Lächeln im Gesicht.
Herzliche Grüße
Euer fröhlicher Werner

Quelle: Karin Heringshausen
P.S. Ein kleiner Nachtrag:

Wenn Ihr selber missmutig seid, keine Freude empfindet, dann probiert doch einmal folgende Übung aus:

Setzt Euch in einen Sessel oder auf einen Stuhl und lächelt mit Absicht, auch wenn Euch gerade nicht danach zumute ist.

Ihr werdet merken, es geschieht ein kleines Wunder, das ALEXANDER RYKOW in die folgenden Worte gefasst hat:

"WER LÄCHELT, KANN NICHT VERMEIDEN,
SELBER FRÖHLICH ZU WERDEN."

                                                                 

Donnerstag, 20. März 2014

Wie sieht es in Deinen Schubladen aus?

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

heute Abend möchte ich Euch einige Gedanken von Heiko Bräuning zu lesen geben und auch dann anschließend eine sehr ernst und berührende Geschichte erzählen, die ich selbst vor vielen Jahren in Göttingen erlebt habe:

„Rein in die Schublade!“
Schubladen – in meinem Büro. Alles hat seinen Platz.
Schubladen – in meiner Wohnung. Alles hat seine Ordnung.
Schubladen – in meinem Keller: Alles ist gut verstaut.
Schubladen – in meinem Kopf. Prima Schubladendenken.
Die oberste 
Schublade – gefüllt bis an den Rand.
Die unterste 
Schublade – gefüllt bis oben hin.
www.wohnprofi.de

In der einen Schublade steckt der Nachbar, der mich vor Kurzem so gemein behandelt hat.
In der anderen 
Schublade steckt der Arbeitskollege, mit ihm stehe ich schon lange auf Kriegsfuß.
In der nächsten 
Schublade steckt mein Ehepartner – er ist unverbesserlich und wird sich wohl nie ändern.
In der untersten 
Schublade stecken die Schwiegermutter, der Vorgesetzte und noch ein paar ehemalige Freunde. Sie alle haben mir Dinge angetan, die unterstes Niveau waren – unterste Schublade eben.
Schubladendenken…
Das ist keine Schokolade, wie man auf den ersten Blick denken könnte -
das sind alles Schubladen!
www.kopfzeiler.org


Wer oder was einmal in Schubladen ist, kommt dort nicht so schnell wieder heraus.
Wie befreiend war es, als mich einer aus seiner Schublade wieder heraus ließ.
Wie wohltuend, als er mir eine Chance gab und zu mir sagte: 
„Du bist ja ganz anders. Das hätte ich nicht gedacht!“

Gott sei Dank, ich war wieder draußen aus der engen Schublade.
Wie wertvoll ist es für unser Leben, für unsere Beziehungen, wenn Schubladen geöffnet werden und wir einander neue Chancen einräumen. 
Wie wertvoll, wenn sich jeder frei entfalten darf,
ohne eingeengt in einer Schublade zu stecken.


Ich gebe meinem Herzen heute einen Ruck und öffne die Schubladen in meinem Kopf…, eine nach der anderen.“
www.karwendel.net
Ihr Lieben,
Als Kind und Jugendlicher habe ich unter dem Schubladendenken sehr leiden müssen:
„Du hast zwei linke Hände!“
„Aus Dir wird nie etwas Gescheites!“
„Mit Dir hat man immer nur Ärger!“
www.chiemgau.de
Wir alle sind nicht frei davon, die Menschen, mit denen wir es in unserem Alltag zu tun haben, in Schubladen einzuordnen. Aber ich kann Euch nur raten, befreit Euch von diesem Schubladendenken.

Wenn wir den anderen Menschen aus unseren Schubladen befreien, dann können wir plötzlich Seiten an ihm entdecken, die wir vorher gar nicht für möglich gehalten hätten. Und damit erleichtern wir dem Anderen und uns selbst das Leben ganz erheblich.

Ich möchte das Bild der Schubladen aber noch in einem anderen Sinn verwenden.
Unser ganzes Leben ähnelt einem Kommode mit vielen Schubladen. 
www.salesfever.de
In unseren Lebensschubladen können wir das verbergen, was Andere nicht sehen sollen. 
In unsere Lebensschubladen können wir unsere Schwierigkeiten und Probleme stecken, wenn wir uns damit im Augenblick nicht auseinandersetzen wollen.
In unsere Lebensschubladen können wir unsere Ängste und Nöte stecken und hoffen, so wenigstens eine Weile vor ihnen sicher zu sein.

Aber es ist ein Trugschluss, wenn wir glauben, so mit unseren Problemen und Schwierigkeiten, unseren Ängsten und Sorgen und dem, was Andere von uns nicht wissen sollen, fertig zu werden.

Dieses Vorgehen funktioniert nur eine kleine Weile und dann, wenn wir es gar nicht gebrauchen können, dann brechen unsere Ängste und Probleme wieder hervor und die Belastung durch sie wird umso stärker.

Als ich Ende der 1970er Jahre in Göttingen als Dozent an der Universität Göttingen arbeitete, spielte sich in Göttingen eine tragische und sehr traurige Geschichte ab: 

Innerhalb von wenigen Tagen beginnen in Göttingen 5 Erwachsene Selbstmord. Diese 5 Selbstmorde gerieten deshalb in die Zeitung, weil die Polizei, die die Fälle wegen ihrer Häufung genau untersuchte, in den Wohnungen  aller 5 Personen einen Zettel fand, auf dem nur ein Satz mit großen Buchstaben stand:
„Es ist alles herausgekommen!“

Was war geschehen? Wie die Polizei herausfand, hatte eine Gruppe junger Psychologiestudenten ohne Wissen ihres Professors einen Test gestartet und 250 Personen in Göttingen, deren Anschriften sie dem Telefonbuch entnommen hatten, einen anonymen Brief geschickt und in diesem Brief stand nur der eine Satz: 
„Es ist alles herausgekommen!“

Die Studenten wollten 14 Tage nach dem Versands des Briefes die Empfänger anrufen und sie danach fragen, was sie bei Erhalt des Briefes empfunden hatten.

Ob die Studenten damals anschließend bestraft wurden, das weiß ich nicht mehr.
Ich weiß nur, dass die Studenten sehr erschrocken darüber waren, was sie angerichtet hatten, und dass einer der Studenten in die Psychiatrie eingeliefert werden musste, weil er sehr darunter litt, was er und die anderen Studenten angerichtet hatten.

Dieser Satz „Es ist alles herausgekommen!“ hat sich mir sehr eingeprägt und mir deutlich gemacht, wie wichtig es ist, dass wir die Schubladen unseres Lebens aufräumen, damit wir niemals in die Verlegenheit kommen, uns vor anderen Menschen schämen zu müssen.

Ganz ohne Schubladen werden wir nicht auskommen in unserem Leben,
…aber ab und zu sollten wir sie öffnen, 
um einen neuen Blick auf unsere Mitmenschen richten zu können.
…aber ab uns zu sollten wir sie öffnen und uns unseren Schwierigkeiten und Problemen stellen.
…aber ab und zu sollten wir sie öffnen und unsere Ängste und Sorgen frei lassen, denn wenn sie nicht im Dunkeln eingesperrt sind, sondern das helle Licht erblicken, sind sie gar nicht mehr so furchterregend.
…aber ab und zu sollten sollten wir wie in einer Art Frühlingsputz unsere Lebensschubladen aufräumen und uns von Unnützem, schlechten Erinnerungen, belastenden Erlebnissen aus der Vergangenheit trennen.


Ihr Lieben,
ich wünsche Euch einen fröhlichen und unbeschwerten Abend und grüße Euch herzlich aus Bremen
Euer heiterer Werner vom Weserstrand


Quelle: Karin Heringshausen

Montag, 17. März 2014

Sei vorsichtig mit Deinem Urteil!

Quelle: Helmut Mühlbacher
"Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben:
die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder.“

Alighieri Dante
Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

heute Abend möchte Euch auf vielfachen Wunsch noch einmal eine sehr berühmte Geschichte über den alten Philosophen Sokrates erzählen:
www.sokraten.de

"DIE DREI SIEBE"

Eines Tages kam ein Bekannter zum griechischen Philosophen Sokrates gelaufen.
"Höre, Sokrates, ich muss dir berichten, wie dein Freund...."

"Halt ein" unterbrach ihn der Philosoph.
"Hast du das, was du mir sagen willst, durch drei Siebe gesiebt?"

"Drei Siebe? Welche?" fragte der andere verwundert.

"Ja! Drei Siebe! Das erste ist das Sieb der Wahrheit. Hast du das, was du mir berichten willst, geprüft ob es auch wahr ist?"

"Nein, ich hörte es erzählen, und..."

"Nun, so hast du sicher mit dem zweiten Sieb, dem Sieb der Güte, geprüft. Ist das, was du mir erzählen willst – wenn es schon nicht wahr ist – wenigstens gut?"
Der andere zögerte. "Nein, das ist es eigentlich nicht. Im Gegenteil....."

"Nun", unterbrach ihn Sokrates. "so wollen wir noch das dritte Sieb nehmen und uns fragen ob es notwendig ist, mir das zu erzählen, was dich so zu erregen scheint."
"Notwendig gerade nicht...."

"Also", lächelte der Weise, "wenn das, was du mir eben sagen wolltest, weder wahr noch gut noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste weder dich noch mich damit."

Ihr Lieben,

ich finde, diese Geschichte ist sehr dafür geeignet, dass wir sie unseren Kindern und Enkelkindern erzählen.

Wenn sie von klein auf lernen, diese drei Siebe in ihrem Leben anzuwenden, werden sie sich selbst und anderen Menschen viel Leid ersparen, weil sie nicht einfach, ohne nachzudenken, etwas nachplappern, was sie gehört haben.

Außerdem helfen die drei Siebe unseren Kindern und Enkelkindern außerordentlich dabei, zu selbstbewussten und starken jungen Menschen heranzureifen.

Denn wenn sie von klein auf lernen, diese drei Siebe anzuwenden, bedeutet das auch, dass sie anfangen, über das, was ihnen erzählt wird, kritisch nachzudenken.
Sie werden dann nicht mehr so leicht Vorurteile oder Gerüchte übernehmen und für die "Wahrheit" halten.
www.weber-museum.de
Ihr Lieben,
Ich wünsche Euch heute einen Abend der Freude, des inneren Friedens und der Hoffnung und ich grüße Euch alle mit dem norddeutschen Gruß "Moin, Moin" von Weserstrand.

Ganz liebe Grüße
Euer fröhlicher Werner

                                                               

Donnerstag, 13. März 2014

Warum das "Herz ausschütten" so wichtig ist!

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,


ich möchte Euch heute Abend den Text eines unbekannten Autors zu lesen geben:.


Als ich noch junger Student war, hatte ich das große Glück, unter anderem bei Tobias Brocher, einem großen Professor der Psychologie, studieren zu dürfen, der uns Studenten damals den folgenden Text zu lesen gab, den er selbst von einem Studenten bekommen hat.


In diesem Text geht es darum, wer wir wirklich sind:


Bitte höre, was ich nicht sage! Lass Dich nicht von mir narren.
Lass Dich nicht durch das Gesicht täuschen, das ich mache, 
denn ich trage Masken, Masken, die ich fürchte, abzulegen.
Und keine davon bin ich.


So tun als ob ist eine Kunst, die mir zur zweiten Natur wurde.
Aber lass Dich dadurch nicht täuschen, ich mache den Eindruck, 
als sei ich umgänglich, als sei alles heiter in mir, und so als brauchte ich niemanden.
Aber glaub mir nicht!


Mein Äußeres mag sicher erscheinen, aber es ist meine Maske.
Darunter bin ich, wie ich wirklich bin: verwirrt, in Furcht und allein.
Aber ich verberge das.


Ich möchte nicht, dass es irgendjemand merkt.
Beim bloßen Gedanken an meine Schwächen bekomme ich Panik 
und fürchte mich davor, mich anderen überhaupt auszusetzen.

Gerade deshalb erfinde ich verzweifelt Masken,
hinter denen ich mich verbergen kann:
eine lässige Fassade, die mir hilft, etwas vorzutäuschen,
die mich vor dem wissenden Blick sichert, der mich erkennen würde.
Dabei wäre dieser Blick gerade meine Rettung.

Und ich weiß es.
www.dornacher-wirtshaus.de
Wenn es jemand wäre, der mich annimmt und mich liebt.
Das ist das Einzige, das mir die Sicherheit geben würde,
die ich mir selbst nicht geben kann: 
dass ich wirklich etwas wert bin.


Aber das sage ich Dir nicht.
Ich wage es nicht. Ich habe Angst davor.
Ich habe Angst, dass Dein Blick 
nicht von Annahme und Liebe begleitet wird.

Ich fürchte, Du wirst gering von mir denken und über mich lachen.
Und Dein Lachen würde mich umbringen.


Ich habe Angst, dass ich tief drinnen in mir nichts bin,
nichts wert, und dass Du das siehst und mich abweisen wirst.

So spiele ich mein Spiel, mein verzweifeltes Spiel:
eine sichere Fassade außen und ein zitterndes Kind innen.


Ich rede daher im gängigen Ton oberflächlichen Geschwätzes.
Ich erzähle Dir alles, was wirklich nichts ist,
und nichts von alledem, was wirklich ist, was in mir schreit;
deshalb lass Dich nicht täuschen von dem, was ich aus Gewohnheit rede.


Bitte höre sorgfältig hin und versuche zu hören,
was ich nicht sage, was ich gerne sagen möchte,
was ich aber nicht sagen kann.


Ich verabscheue dieses Versteckspiel, das ich da aufführe.
Es ist ein oberflächliches, unechtes Spiel.
Ich möchte wirklich echt und spontan sein können,
einfach ich selbst, aber Du musst mir helfen.


Du musst Deine Hand ausstrecken,

selbst wenn es gerade das Letzte zu sein scheint, was ich mir wünsche.

Nur Du kannst mich zum Leben rufen.


Jedes Mal, wenn Du freundlich und gut bist und mir Mut machst,
jedes Mal, wenn Du zu verstehen suchst, 
weil Du Dich wirklich um mich sorgst, bekommt mein Herz Flügel,
sehr kleine Flügel, sehr brüchige Schwingen, aber Flügel!


Dein Gespür und die Kraft Deines Verstehens geben mir Leben.

Ich möchte, dass Du das weißt.


Ich möchte, dass Du weißt, wie wichtig Du für mich bist, 
wie sehr Du aus mir den Menschen machen kannst,
der ich wirklich bin, wenn Du willst.


Bitte, ich wünschte, Du wolltest es.
Du allein kannst die Wand niederreißen, 
hinter der ich zittere.

 
Du allein kannst mir die Maske abnehmen.
Du allein kannst mich aus meiner Schattenwelt,
aus Angst und Unsicherheit befreien, aus meiner Einsamkeit.
Übersieh mich nicht! Bitte, übergeh mich nicht!


Es wird nicht leicht für dich sein.

Die langandauernde Überzeugung, wertlos zu sein,
schafft dicke Mauern.


Je näher Du mir kommst, desto blinder schlage ich zurück.

Ich wehre mich gegen das, wonach ich schreie.
Aber man hat mir gesagt, dass Liebe stärker sei als jeder Schutzwall,
und darauf hoffe ich.

Wer ich bin, willst Du wissen?
Ich bin jemand, den Du sehr gut kennst und der Dir oft begegnet.“

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,


jedes Mal, wenn ich diese Zeilen lese, berühren sie mich tief und ich denke, das liegt daran, dass ich spüre:
 Dieser Text betrifft uns alle, jeder von uns war in seinem Leben schon einmal in der Situation des Schreibers des Textes.


Ein junger Mensch, mit dem ich in diesen Tagen ein sehr gutes Gespräch führte, in dem es darum ging, sein Selbstbewusstsein aufzubauen und sein Selbstvertrauen zu wecken, sagte traurig zu mir:
„Ich habe KEINEN MENSCHEN, mit dem ich offen darüber sprechen kann, wie es wirklich in mir aussieht!“

Dieser junge Mensch hat den Nagel auf den Kopf getroffen.

Wir treffen täglich Arbeitskollegen, Nachbarn, Bekannte, Freunde, unsere Lieben, unsere Kinder und Enkelkinder, den Briefträger, den Bäcker, die Verkäuferin, den Bankberater, den Postbeamten…

Und wenn wir diese Menschen einmal zusammenzählen, denen wir innerhalb einer Woche begegnen, dann sind das eine ganze Menge!

Im völligen Gegensatz dazu steht aber die Zahl der Menschen, denen wir wirklich unser Herz öffnen können, denen wir, wie man sagt, unser wahres Gesicht zeigen können, denen wir auch unser Schwächen zeigen können. Die Zahl dieser Menschen ist sehr gering, es sind leider nur wenige.

Deshalb ist es für uns so wichtig, dass wir Freundschaften knüpfen und Beziehungen eingehen, damit wir Menschen an unserer Seite haben, denen wir vertrauen können und die uns vertrauen können.

Es ist für unsere Seele, unsere Gefühle sehr wichtig, dass wir, wie unsere Sprache das so wunderbar ausdrückt  auch ab und zu „unser Herz ausschütten“ können.

Dieses Bild solltet Ihr immer vor Augen haben: Das Herz ausschütten!
Dieses Bild ist deshalb so wichtig, weil es uns zeigt, was geschieht, wenn wir unser Herz nicht ausschütten: Unser Herz wird immer schwerer und schwerer und irgendwann bricht es unter der Last zusammen!

Dass heute so viele Menschen zu Psychologen gehen, hat sicher auch etwas mit der Tatsache zu tun, dass es immer weniger Menschen gibt, die bereit sind, zuzuhören, des Anderen Leid mitzutragen, seine Not zu teilen, ihm Mut zuzusprechen, ihm Hoffnung zu machen, ihm froh- und mutmachende Worte zu sagen.
Quelle: Astrid Müller
Ihr Lieben,
ich wünsche mir heute Abend von ganzem Herzen zwei Dinge:
Dass Ihr jemand habt oder findet, der Euch die Person ist, der ihr vorbehaltlos Euer Herz ausschütten könnt. Dass Ihr selbst für jemand Anderen die Person seid, bei der der Andere sein Herz ausschütten kann.
Wenn wir bereit sind, einander ein Stück der Last abzunehmen, einander das Licht der Liebe und Freude zu bringen, dann wird es in unserer Welt viel heller und freundlicher werden.
Ich wünsche Euch heute einen fröhlichen und unbeschwerten Tag und grüße Euch herzlich aus dem schönen Bremen
Euer fröhlicher Werner

Quelle: Karin Heringshausen

Montag, 10. März 2014

Maßgeschneidert ist nicht immer gut!

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte von Heiko Bräuning erzählen:

"Maßgeschneidert"

„Ein sechzigjähriger Mann litt seit einiger Zeit an Schwindelgefühlen und sah des Öfteren weiße Punkte vor seinen Augen. Er suchte deshalb einen Arzt auf. Nach eingehender Untersuchung wurde ihm gesagt, dass er an einer sehr seltenen Krankheit leide und höchstens noch ein halbes Jahr zu leben habe.

Der Mann gab seine Arbeit auf, er kaufte sich einen Sportwagen, buchte eine Weltreise und machte all die Dinge, die er schon längst einmal hatte machen wollen, wozu er aber bisher nicht genug Zeit oder Geld gehabt hatte.

Unter anderem suchte er das Geschäft eines vornehmen Herrenausstatters auf, um sich zum ersten Mal in seinem Leben ein maßgeschneidertes Hemd und einen passenden Anzug anfertigen zu lassen.

Der Schneider maß die Halsweite: „42 cm.“ „Nein“, sagte der Mann, „das kann nicht sein, meine Hemden haben immer die Kragenweite 40.“
Der Schneider maß noch einmal nach: „Hier, mein Herr, sehen Sie selbst, es sind 42 cm.“ Der Mann entgegnete: „Nein, ich habe immer Kragenweite 40 gehabt. Ich möchte ein Hemd mit der Kragenweite 40.“

Der Schneider sagte: „Wie Sie wünschen, mein Herr, ich werde Ihnen ein Hemd mit Kragenweite 40 anfertigen. Aber lassen Sie mich ein Wort der Warnung aussprechen: Der Kragen wird auf Ihre Halsschlagader drücken, sodass Sie Schwindelgefühle haben werden und weiße Punkte vor Augen sehen.“

Der Mann hat danach noch mehr als 20 Jahre gelebt…“
www.massanzuege.net

Ihr Lieben,

Als Kind habe ich häufig darunter gelitten, wenn ich mir Sätze anhören musste wie die folgenden:
Das haben wir schon immer so gemacht, dass werden wir auch weiterhin so machen!“
„Wer A sagt, muss auch B sagen!“
„Eine Tracht Prügel hat noch keinem geschadet!“

Wenn wir handeln, wenn wir etwas tun, dann sollten wir es tun, weil es jetzt für uns oder Andere das Beste ist. Wenn man etwas schon immer gemacht hat, dann muss es heute noch lange nicht richtig sein. 

Manchmal müssen wir unsere alten Gewohnheiten, Erfahrungen und eingefahrenen Gedanken einfach über Bord werfen, um uns Neuem zuwenden zu können.

Als Kind habe ich gerne in der Sandkiste gespielt, aber als alter Mensch käme ich nicht auf die Idee, mit Eimerchen und Schäufelchen in der Sandkiste zu spielen.
Ich habe irgendwann als älteres Kind erkannt, dass diese Art des Spielens nicht mehr zu mir passte.

Deshalb sollten wir ab und zu unsere Gewohnheiten überprüfen, ob sie noch zu uns passen, und wenn sie es nicht tun, sollten wir Sie schleunigst über Bord werfen.

Als erwachsener Mensch habe ich erkannt, dass jemand, der „A“ sagt, noch lange nicht „B“ sagen muss. Deshalb sollten wir, wenn wir einen Weg eingeschlagen haben und erkannt haben, dass er nicht der richtige ist, umkehren und einen anderen Weg einschlagen.
Quelle: Karin Heringshausen
Als Vater habe ich erkennen dürfen, dass man Kinder wundervoll auch ohne Prügel erziehen kann und dass solche Kinder viel selbstbewusster, freier und fröhlicher werden, als ich es als Kind war.
www.dksb.de
Ihr Lieben,
Es wird so oft davon gesprochen, dass Freiheit ein wundervolles Gut sei.
Deshalb wünsche ich jedem von Euch vor allem Freiheit in Euch selbst, damit Ihr keinen Zwängen ausgeliefert seid und jederzeit entscheiden könnt, was für Euch persönlich jetzt das Richtige ist.
Ich wünsche Euch einen ruhigen Abend und grüße Euch herzlich aus meinem Strandkorb
Euer fröhlicher Werner

Quelle: Astrid Müller


Donnerstag, 6. März 2014

Die Hoffnung schenkt uns immer wieder Mut, das Leben zu lieben!


Quelle: Helmut Mühlbacher
Freundlichkeit wünscht nicht nur einen guten Morgen.
Freundlichkeit kocht auch einen guten Kaffee.“

Max Lucado


Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte von Max Lucado erzählen:

„Das Geschenk der Hoffnung“

„Der aufstrebende junge Autor brauchte dringend eine Portion Hoffnung.
Mehr als zwanzig Personen hatten ihm geraten, er solle es doch lieber sein lassen.

„Es ist unmöglich, einen Verlag zu finden,“ sagte ein guter Freund zu ihm.
„Wenn Du nicht bereits einen gewissen Bekanntheitsgrad hast, dann wird kein Verleger sich für Dich interessieren.“

Ein anderer mahnte: „Schreiben ist viel zu langwierig und Du willst doch nicht allen Ernstes all Deine Gedanken zu Papier bringen.“

Anfangs hörte er auf ihren Rat.
Er sah ein, dass das Schreiben vergebliche Liebesmüh sei, und wandte sich anderen Projekten zu.
Aber Stift und Schreibblock zogen ihn immer wieder magisch an.
Er wollte lieber selbst schreiben, als Fremdes zu lesen.

Also schrieb er.  Viele Abende verbrachte er auf der Couch und verschob Verben und Substantive zu immer neuen Sätzen. Und oft leistete seine Frau ihm Gesellschaft.
Er schmiedete Sätze, sie dagegen machte Kreuzstich. Schließlich war das Manuskript fertig. Roh und voller Fehler, aber fertig. Sie gab ihm einen Schubs. „Schick es ab. Was kann schon passieren?“

Also steckte er es in die Post und schickte es an fünfzehn verschiedene Verlage.
Während die beiden auf eine Antwort warteten, schrieb er weiter.
Und während er schrieb, machte sie Kreuzstich.
Keiner von ihnen erwartete viel, aber beide hofften alles.

Der Briefkasten füllte sich mit Antwortschreiben: „Es tut uns leid, aber wir nehmen keine unaufgefordert eingesandten Manuskripte an.“ „Wir schicken Ihnen das Manuskript zu unserer Entlastung zurück und wünschen Ihnen alles Gute für die Zukunft.“ „Leider haben wir keine Kapazitäten für Erstlingswerke.“

Ich habe alle diese Briefe bis heute aufgehoben. Irgendwo in meinen Unterlagen.
Es würde sicher eine Weile dauern, sie zu finden. Doch die Kreuzsticharbeiten meiner Frau muss ich nicht lange suchen. Wenn ich sie sehen möchte, brauche ich nur an die Wand zu schauen, denn meine Frau hat mir mit Kreuzstich einen wundervollen Satz zum Aufhängen hergestellt:
www.trachten-poellmann.de
„Von allen Künsten, die ein Weiser zu den seinen zählt,
hat die Natur die Kunst des Schreibens als die größte ausgewählt.“


Sie schenkte mir diesen Satz ungefähr zu der Zeit,
als der fünfzehnte Antwortbrief eintraf.
Ein Verleger hatte zugesagt und auch sein Brief hängt gerahmt an der Wand. 
Welches der beiden Schmuckstücke bedeutet mir mehr?
Das Geschenk meiner Frau oder der Brief des Verlegers?
Keine Frage: Das Geschenk meiner Frau.
Sie schenkte mir nämlich nicht nur einen Kreuzstich, sie schenkte mir Hoffnung.“
www.die-einheit.de
Ihr Lieben,


meine beiden Söhne liebten, als sie noch Jugendliche waren, den Boxerfilm Rocky mit Silvester Stallone. Das Interessante dabei war, dass sie weniger das Boxen liebten, das machte ihnen eher Angst. 
www.bild.de
Das, was sie an Rocky bzw. Silvester Stallone so begeisterte, war die Tatsache, dass dieser Boxer niemals aufgab, auch in seinen dunkelsten Stunden nicht.


Inzwischen gibt es die Geschichte dieses Films auch als Musical und der große Erfolg, den dieses Musical in Hamburg feiert, hat sicher auch mit der tiefen Sehnsucht der Menschen zu tun, auch zu einem solchen Menschen zu werden, der immer wieder aufsteht, der niemals aufgibt, der sich nicht entmutigen lässt.
www.radio-reeperbahn.de

Ich wünsche Dir, liebe Leserin, und Dir, lieber Leser, dass Ihr lernt, niemals aufzugeben. Ich bin schon oft gefragt worden, wie lernt man das denn, das „Nichtaufgeben“?

Wenn ich in einer Sportart gerne Meister werden möchte, dann muss ich hart trainieren, um erfolgreich zu werden. Ebenso funktioniert das mit dem „Nichtaufgeben“.


Die Kraft, nicht aufzugeben, fällt nicht vom Himmel, sie ist nicht plötzlich da.
Kraft muss trainiert werden. Deshalb spricht man ja auch im Sport vom „Krafttraining“, wenn man z.B. mit Hanteln übt.


Die Kraft, nicht aufzugeben, kann man tatsächlich trainieren, indem man sich vornimmt, jedes Mal, wenn man aufgeben möchte, zu sich selbst zu sagen:
Ich werde nicht aufgeben, ich werde wieder aufstehen!
Je öfter wir das zu uns selbst sagen, desto mehr wird es uns zur Gewohnheit.


Mutter Theresa hat das einmal so ausgedrückt:
„Eine schlechte Gewohnheit (also z.B. aufzugeben) kann man nur durch eine gute Gewohnheit beseitigen (also den festen Willen, niemals aufzugeben).


Wir selbst entscheiden, welche Richtung unser Leben nimmt.
Diese wichtigen Entscheidungen, die unser Leben betreffen, fallen nicht an guten Tagen, sie fallen dann, wenn wir am Boden liegen, wenn wir aufgeben wollen.
Dann stehen wir vor der Entscheidung: „Bleibe ich liegen, gebe ich auf oder stehe ich wieder auf und kämpfe ich weiter?


Ganz hilfreich ist dabei der Blick auf ganz kleine Kinder, die gerade erst laufen lernen.
Sie können auch nicht plötzlich perfekt laufen, sondern sie fallen bei ihren ersten Gehversuchen immer wieder hin. Aber kein kleines Kind käme auf den Gedanken, zu sich selbst zu sagen: „Ich gebe auf, ich schaffe es nicht, laufen zu lernen!“


Nein, jedes kleine Kind übt so lange weiter, bis das Laufen für es eine Selbstverständlichkeit geworden ist. Deshalb können uns die kleinen Kinder ganz große Vorbilder sein.


Warum aber macht das Kind das?
Weil es sieht, dass da andere Menschen sind, die laufen können, und weil es deshalb die große Hoffnung hat, dass es auch bald laufen kann.


Die Hoffnung ist unser innerer Motor, der uns Kraft gibt, nicht aufzugeben.

Die Hoffnung ist unsere Nahrung
 auf dem Weg unseres Lebens,
wenn uns der Mut verlassen will.
www.frankschlitt-fotografie.de
Die Hoffnung ist diejenige, sie uns zeigt, dass andere Menschen in einer ähnlichen oder schlimmeren Lage, als wir es sind, nicht aufgegeben haben, sondern mutig weiter ihren Weg gegangen sind.

Die Hoffnung schenkt uns Zuversichtindem sie uns zuruft:
An jedem neuen Tag kann sich Deine Lage, Dein Schicksal zum Guten wenden!


Die Hoffnung ist diejenige, die Freude und Sonne in unser Leben hineinbringt und die, wenn wir in der „heißen Wüste“ des Alltags ermattet am Boden liegen, uns ein Glas Wasser reicht, um uns zu erfrischen.


Und nun komme ich noch einmal auf den Boxerfilm Rocky zurück.
Was diesen jungen unbekannten Boxer veranlasste, nicht aufzugeben, immer wieder aufzustehen, war die Hoffnung auf ein besseres Leben.


Bei dem Boxerfilm Rocky wird aber von vielen Menschen immer ein ganz wichtiges Detail übersehen, nämlich die Tatsache, dass es sich bei dem Film nur vordergründig um einen Boxerfilm handelt, sondern in Wirklichkeit um einen Film über die Liebe.
 
Denn dieser junge Boxer Rocky hätte nicht so erfolgreich werden können, wenn er nicht eine Frau an seiner Seite gehabt hätte, die er sehr liebte und die ihn immer und immer wieder aufs Neue ermutigte.


Deshalb Ihr Lieben, wenn Ihr lernen wollt, nicht aufzugeben, dann schaut Euch auch nach Menschen um, die Euch ermutigen. Vielleicht findet Ihr sie unter Euren Lieben, vielleicht in Eurem Freundes- und Bekanntenkreis. 

Nichts ist so hilfreich im Leben, wenn wir etwas erreichen wollen, wenn wir unsere Ziele und Träume verwirklichen wollen, wie ein Mensch an unserer Seite, der uns ermutigt.



Ihr Lieben,
Ich wünsche Euch einen ermutigenden, ruhigen, besinnlichen und fröhlichen Abend und ich grüße Euch alle herzlich aus Bremen

Euer fröhlicher Werner      
Quelle: Karin Heringshausen